Wer führt muss fit sein

Die Ernährungs- und Fitnessberaterin Tabitha Bühne ist überzeugt, dass Führungskräfte geistig und körperlich fit sein sollten. Erfahre, wie Du Deine Widerstandsfähigkeit förderst und Stress abbaust.

Foto: Tabitha Bühne

Wer im Job viel Verantwortung trägt und ein hohes Arbeitspensum leistet, sollte nicht nur öfter beten und in der Bibel lesen, sondern auch mehr Sport treiben – davon ist Tabitha Bühne überzeugt. Warum Führungskräfte Sport machen sollten und wie sie sich selbst fit hält.

„Ich arbeite mindestens 12 Stunden am Tag, deshalb stehe ich jeden Morgen um 4 Uhr auf und gehe eine Runde Laufen. Das mache ich bei jedem Wetter, unabhängig davon, wie ich mich gerade fühle!“ Diese Worte stammen von meinem ehemaligen Mentor (Manager bei einem deutschen Spitzenunternehmen), der mich vor vielen Jahren als junge Führungskraft mit seiner Disziplin enorm beeindruckte. Ich kam gerade aus dem Traineeprogramm und sollte mit Mitte 20 einen Laufladen mit deutlich älteren Mitarbeitern leiten. Was mir geholfen hat? Dass ich jeden Tag Sport getrieben habe und extreme Rennen absolvierte.  Wer schon einmal einen Marathon oder 100 Kilometer am Stück gelaufen ist, weiß, dass man viel mehr aushalten kann, als man denkt – und dass „der Mann mit dem Hammer“, der meist bei Kilometer 37 eines Marathons auftaucht, auch wieder verschwindet. Sport macht innerlich und äußerlich robuster.

Ich habe in den vergangenen 20 Jahren etliche CEOs bei Marathons, Triathlons oder beim Boxen kennengelernt. Warum? Weil Sport widerstandsfähiger macht, Stress schneller abbaut und Glückshormone freisetzt. Man kriegt den Kopf frei, wird selbstbewusster, kreativer. Man feiert und spürt Erfolge, die motivieren. Der Charakter wird geformt. Und dem Image hilft man auch. Denn wer fit ist, wird eher respektiert und oft auch schneller befördert.

 Sport ist keine Zeitverschwendung. Sport gibt mehr Kraft zurück, als er kostet.  – Tabitha Bühne

Schaut man auf erfolgreiche CEOs, so sind viele von ihnen sehr aktiv: Thomas Rabe (CEO Bertelsmann) soll seit Jahren Ausdauersport treiben und sich für jeden Kilometer Punkte geben. Richard Branson (Gründer der Virgin Group) tankt mit Mitte 70 immer noch beim Kitesurfen und Base-Jumping auf. Elon Musk hat verschiedenste Sportarten ausprobiert, einschließlich Judo und Sumo-Ringen. Amazon-Gründer Jeff Bezos ist für seinen Hang zu Outdoor-Abenteuern bekannt. Bill Gates spielt seit Jahren Tennis. Mark Zuckerberg ist seit der Corona-Pandemie Jiu-Jitsu-Kämpfer und hält sich mit Mixed Martial Arts in Form.

Sport ist keine Zeitverschwendung. Sport gibt mehr Kraft zurück, als er kostet. Gerade jungen Führungskräften kann ich nur raten, regelmäßig Sport zu treiben – denn dabei entwickelt man genau die Eigenschaften, die auch im Job erfolgreicher machen: Disziplin, Durchhaltevermögen, einen gesunden Ehrgeiz. Man lernt, unter Druck Leistungen zu erbringen und die psychischen Herausforderungen besser zu verarbeiten.

Stress lässt Manager schneller altern – das zeigte unlängst eine Langzeitstudie. Wer vorne steht und ständig mental gefordert ist, verliert durch diese Belastung im Schnitt ein Lebensjahr. Doch gegen Stress gibt es ein einfaches und hoch effektives Mittel: Laufen.

Laufen ist überall möglich und man braucht dafür nur ein Paar Laufschuhe und Sportklamotten. Hinterher fühlt man sich um Welten besser. Es ist meiner Meinung nach der beste Sport für die Seele. Und es gibt positive Nebeneffekte: Die Ausdauer wird verbessert und man ist ausgeglichener, was nicht nur den Kollegen, sondern auch den Liebsten zuhause zugutekommt. Wie oft habe ich in stressigen Zeiten den Satz von meinem Mann gehört: „Jetzt geh mal bitte eine Runde rennen!“ Sport ist wichtig für Körper, Geist und Seele. Und man muss nicht mal Tempo machen. Auch schnelles Spazieren erfüllt den positiven Effekt. Studien zeigen: bereits nach 20 Minuten in der Natur wird das Stresshormon Cortisol deutlich reduziert. Unser Blutdruck sinkt, wir entspannen. Die Waldluft mit ihren Botenstoffen erfrischt und beruhigt. Die Grüntöne machen uns zuversichtlicher. Die größte gesundheitsfördernde Wirkung soll es laut Experten nach einer Dauer von 2 Stunden Auszeit pro Woche in der Natur geben.

Es hat einen Grund, warum Jesus so oft alleine auf einen Berg spaziert ist – und wenn der Sohn Gottes die Bewegung, Natur und Stille brauchte, wie viel mehr dann wir?

Fünf einfache Fitness-Tipps

  • Suche einen Sport, an dem du Spaß hast, alles andere taugt langfristig nichts
  • Nimm dir 20 Minuten am Tag, um dich draußen zu bewegen (Gebets-Spaziergang)
  • Koppele ein intensives 8-Minuten-Workout mit deiner Morgenroutine
  • Telefoniere immer beim Spazierengehen
  • Putzen kann auch Sport sein, wenn man dabei ins Schwitzen kommt

Tabitha Bühne

Foto: Tabitha Bühne

Über die Autorin

Tabitha Bühne ist leidenschaftliche Läuferin, ehemalige Extremsportlerin und Autorin mehrerer Bücher. Sie hält Vorträge zu den Themen Gesundheit und Fitness und moderiert die Literatursendung „auserlesen“ bei HOPE TV.

Mehr unter: www.tabithabuehne.de

Über die Autorin

Tabitha Bühne

Foto: Tabitha Bühne

Tabitha Bühne ist leidenschaftliche Läuferin, ehemalige Extremsportlerin, Autorin mehrerer Bücher und Sportredakteurin. Sie moderiert die Literatursendung „auserlesen“ bei HOPE TV.

Mehr unter: www.tabithabuehne.de