Unser Freund Lazarus ist eingeschlafen. Aber ich werde hingehen und ihn aufwecken. – Johannes 11,11
Gute Gewohnheiten: Freundschaften pflegen
Mose, David, Paulus – und auch Jesus: Sie alle hatten enge Freunde an ihrer Seite, die sie in schönen wie in schweren Zeiten unterstützten. Was macht diese Beziehungen so besonders und was können heutige Verantwortungsträger daraus lernen?
Leben wir in freundschaftsfeindlichen Zeiten?
- 52 % der Haushalte in Städten ab 100.000 Einwohnern waren 2022 Single-Haushalte.
- Laut dem Einsamkeitsbarometer 2024 fühlen sich viele Menschen in Deutschland häufig einsam.
Die sozialen Strukturen verändern sich dahingehend, dass sich immer mehr Menschen einsam fühlen. Die Gründe sind vielfältig: Urbanisierung führt zu Anonymität, Homeoffice reduziert spontane Begegnungen, soziale Medien ersetzen das persönliche Gespräch durch schnelle, oberflächliche Inhalte. Doch echte Freundschaft braucht Nähe.
Entsteht vor unseren Augen eine Gesellschaft, die zwar vernetzt, aber beziehungsarm ist?
Freundschaften sind kein Luxus
Gerade für Führungskräfte ist ein stabiles soziales Umfeld entscheidend. Es hilft, Stress abzufedern, neue Perspektiven zu bekommen und seelisch gesund zu bleiben.
Ein Irrtum ist es, emotionale Stabilität allein in der Familie zu suchen. Freundschaften bieten einen Raum jenseits fester familiärer Rollen (z. B. Eltern, Partner), in dem Authentizität, Leichtigkeit und tiefer Austausch möglich sind.
Besonders wertvoll sind Verbindungen zu Menschen abseits des Arbeitsumfelds, die ebenfalls berufliche Verantwortung tragen. Sie verstehen Herausforderungen und können auch mal konstruktiv widersprechen.
Biblische Freundschaften als Vorbild
- Mose und Aaron: Führung braucht Vertrauen und Teamgeist.
„Aaron soll dein Sprecher sein – und du sollst ihm die Worte geben.” (2. Mose 4,16) - David und Jonathan: Freundschaft stellt Liebe und Wahrheit über Macht und Ansehen.
„Jonathan liebte David wie sein eigenes Leben.” (1. Samuel 18,1) - Paulus und Timotheus: Freundschaft ist geistliche Begleitung und Weitergabe von Erfahrungen.
„Süß ist der Freund, der wohlgemeinten Rat gibt.” (Sprüche 27,9)
Diese Beispiele zeigen: Es geht nicht um möglichst viele Kontakte, sondern um die Authentizität und Qualität in Beziehungen. Kraftspendend ist eine Beziehung dann, wenn sie von Ehrlichkeit, Vergebung, Loyalität und geistlicher Einheit geprägt ist.
Drei Freundschafts-Tipps für Menschen mit wenig Zeit
- Kurze Telefonate: Nutze Deinen Weg zur Arbeit oder einen kurzen Spaziergang für einen spontanen Anruf bei einem Freund. 15 Minuten können reichen, um Verbindung spürbar zu machen – kein Termin, aber gezielte Nähe.
- Teile echtes Leben: Sende ab und zu ein Foto aus Deinem Alltag mit einem ehrlichen Satz: „Heute war schwer.“ oder „Das hier hat mich zum Lächeln gebracht.“ Nähe entsteht durch geteilte Echtheit, nicht durch Perfektion.
- Zweierschaft: Investiere gezielt in Freundschaft mit einer Person, die in beruflichen Themen ein Gegenüber ist. Auf www.kcf.de/partner findest Du unsere Partner, die Regionalgruppen zum Vernetzen anbieten.
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