Michael Inacker zählt zu den einflussreichsten Managern Europas. Für ihn sind nicht die Erfolge maßgebend, sondern die Steine, die ihm in den Weg gelegt wurden.
Wie man erfolgreich scheitert
Foto: IDEA/Matthias Schmitt
Das US-Magazin für Führungskräfte „CIO VIEWS“ (Austin/Bundesstaat Texas) zählt den engagierten evangelischen Christen Michael Inacker (Kleinmachnow/Brandenburg) zu den „zehn einflussreichsten Managern Europas, die man 2026 im Auge behalten sollte“. Der 61 Jahre alte Journalist und Historiker ist Gründer und Geschäftsführer der Kommunikationsagentur „Die HimmelsSchreiber“ (Berlin). Sie berät vor allem Unternehmen, Medien und politisch-gesellschaftliche Institutionen.
Zuvor war Inacker unter anderem Vizepräsident von DaimlerChrysler und der Metro AG sowie Leiter der Hauptstadtbüros der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, der WirtschaftsWoche und des Handelsblattes. Ehrenamtlich engagiert ist er etwa als Kuratoriumsvorsitzender der Internationalen Martin Luther Stiftung und beim Kongress Christlicher Führungskräfte (KCF).
"Steine sind dazu da, dass wir wachsen"
Bei einem Vortrag Mitte März in Brandenburg an der Havel zum Thema „Erfolgreich scheitern – wie wir aus Niederlagen lernen“ sagte Inacker, für ihn seien nicht die Erfolge maßgebend, sondern „die Steine, die mir in den Weg gelegt wurden“.
Denn erst in Krisen erfahre der Mensch, dass er aus Schwierigkeiten lernen könne und was ihn durchtrage: „Die Steine sind dazu da, dass wir wachsen.“ Man könne sein Leben sowohl als Abfolge von Erfolgen erzählen, als auch von Rückschlägen: „Erfolg und Scheitern sind keine Gegensätze. Sie sind Geschwister.“
Es drohten zehn Jahre Gefängnis
Der Preis für Geradlinigkeit und Ehrlichkeit in der Wirtschaft wie in den Medien ist laut Inacker hoch. Wer verliere, erlebe Häme und Schadenfreude. So sei er 2021 von einem Tag auf den anderen öffentlich am Pranger gestanden: „Meine Kinder lasen in der Zeitung, dass die Staatsanwaltschaft Berlin gegen mich wegen schwerer Untreue ermittelt. Darauf könnten zehn Jahre Gefängnis stehen. Ich war am Ende!“ Gott sei Dank habe die Behörde nach einigen Monaten und umfangreichen Ermittlungen alle Vorwürfe als haltlos zurückgewiesen.
„Ich habe gelernt, auf Christus meine Hoffnung zu setzen und nicht auf dessen Bodenpersonal!“ – Dr. Michael Inacker
Was bei Anklagen und Parkinson half
In dieser Zeit habe ihm sein tiefes Vertrauen auf Gott ebenso geholfen wie bei seiner 2015 diagnostizierten Parkinsonerkrankung. Sie sei so fortgeschritten gewesen, dass er sich im September letzten Jahres in einer zehnstündigen Operation einen Hirnschrittmacher einsetzen lassen musste. Kurze Zeit später habe er noch einen lebensbedrohlichen Schlaganfall erlitten.
Für ihn sei es ein Wunder Gottes, dass er heute wieder voll arbeitsfähig sei. Inacker bedauerte, dass sich in allen großen Krisen nie ein Pfarrer oder eine Pfarrerin nach seinem Ergehen als langjähriges Kirchenmitglied erkundigt habe. Sein Fazit: „Ich habe gelernt, auf Christus meine Hoffnung zu setzen und nicht auf dessen Bodenpersonal!“
Du suchst mehr Impulse
für Dein Berufsleben?
Dann solltest Du den Kongress Christlicher Führungskräfte
vom 10.-12. Juni 2027 in Leipzig auf keinen Fall verpassen!


