Im Job über den Heiligen Geist sprechen

Wie kann man auf der Arbeit über den Heiligen Geist sprechen, ohne dass es unangenehm wird? Wir schauen uns an, wie das gelingt!

Foto: KI-generiert von zeichensetzen

Du kennst das: Es ist kurz vor Pfingsten und Dein Team fragt sich, warum eigentlich frei ist. „Irgendwas Christliches halt“, murmelt jemand. Nun stehst Du vor der Herausforderung, über etwas zu sprechen, das selbst Christen nicht in seiner Gänze verstehen – den Heiligen Geist. Wie erklärst Du diese unsichtbare dritte Person Gottes, ohne dass Deine Glaubwürdigkeit leidet?

Die Realität: Unwissen über Pfingsten

Eine aktuelle INSA-Umfrage zeigt ernüchternde Zahlen: Nur 36 % der Deutschen wissen, dass Pfingsten die Herabsendung des Heiligen Geistes feiert. Selbst unter Christen sind es nur 45 % der Freikirchler und Katholiken.

Die Wirtschaft will deshalb bereits handeln. Unternehmerverbände fordern die Abschaffung des Pfingstmontags – schließlich verstehe sowieso niemand mehr, was gefeiert wird. Ein zusätzlicher Arbeitstag würde das Bruttoinlandsprodukt um 8,6 Milliarden Euro steigern, rechnen Wirtschaftsinstitute vor.

Warum Pfingsten mehr ist als ein freier Tag

Pfingsten ist neben Weihnachten und Ostern das dritte große Fest der Kirche – und vielleicht sogar das unterschätzteste. Während Weihnachten greifbar ist (ein Baby in der Krippe) und Ostern einprägsam (der auferstandene Jesus), wirkt Pfingsten abstrakt. Dabei ist es der Moment, in dem alles zusammenkommt: Gottes Geist fährt auf die verängstigten Jünger herab, sie fangen an, in verschiedenen Sprachen zu sprechen, und dreitausend Menschen lassen sich taufen. Es ist die Geburtsstunde der Kirche – der Startschuss einer weltweiten Bewegung, die bis heute lebt und wächst.

Für unsere Gesellschaft hat Pfingsten eine Bedeutung, die weit über den kirchlichen Rahmen hinausgeht. Der Pfingstmontag ist in allen 16 Bundesländern gesetzlicher Feiertag – selbst in der DDR war er es. Das Grundgesetz schützt Feiertage als Tage der „Arbeitsruhe und seelischen Erhebung“. In einer Zeit, in der Burnout-Raten steigen und seelische Erkrankungen bei Arbeitnehmern zunehmen, ist dieser Schutzraum wertvoller denn je. Pfingsten erinnert daran, dass Gemeinschaft, Verständigung und innere Erneuerung keine Produktivitätsbremsen sind – sondern das Fundament, auf dem nachhaltige Stärke überhaupt erst entsteht.

Authentisch über den Heiligen Geist sprechen

Aber wie können wir diesen Anlass nun in einem nicht-christlichen Umfeld greifbarer machen? Der Schlüssel liegt in der Art, wie Du kommunizierst. Statt theologische Abhandlungen zu halten, erzähle von persönlichen Erfahrungen mit Führung und Inspiration. Die Apostelgeschichte beschreibt Menschen, die plötzlich in verschiedenen „Sprachen“ sprechen, sodass bei jedem einzelnen die wichtigste Botschaft der Stunde ankommt. Das klingt sehr nach dem, was Du als Führungskraft auch brauchst: Inspiration, Klarheit und die Fähigkeit, verschiedene Menschen zu erreichen.

Sprich zum Beispiel davon, wie der Heilige Geist eine Quelle der Inspiration für Dich ist.

Praktische Tipps für Deine Gespräche

Nutze zugängliche Sprache: „Innere Führung“, „tiefe Gewissheit“ und „Inspiration“ sind Begriffe, die jeder versteht.

Erzähle Geschichten: Berichte von Situationen, in denen Du gespürt hast, dass mehr als nur Deine eigenen Fähigkeiten am Werk waren.

Stelle Fragen, statt Antworten zu geben: „Kennt ihr das Gefühl, wenn in einem Meeting plötzlich alles zusammenpasst?“ oder „Habt ihr schon mal erlebt, dass eine Lösung wie aus dem Nichts kam?“

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Der Heilige Geist wirkt oft da, wo wir ihn am wenigsten erwarten – auch in Büros und Besprechungsräumen. Als Führungskraft darfst Du authentisch von dem sprechen, was Dich antreibt. In einer Zeit, in der sogar Pfingsten zur Disposition steht, braucht es Menschen, die zeigen: Spiritualität und Business schließen sich nicht aus – sie befruchten sich gegenseitig.

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