Geld regiert die Welt. Aber wie sehr regiert es auch Dich? Ein Beitrag von Jonathan Dubowy
Meister Mammon oder meisterst Du Mammon?
Foto: KI-generiert von zeichensetzen
Wir erkennen Mammon schnell, wenn ein Regierungschef Entwicklungshilfe in die eigene Tasche lenkt, während Menschen hungern. Wenn Töchter wie Ware in die Prostitution verkauft werden. Wenn Unternehmen an Löhnen und Arbeitssicherheit sparen und Menschen mit Gesundheit oder Leben bezahlen. Wenn Konzerne Kunden abhängig machen, um Preise zu diktieren.
Doch Mammon wirkt nicht nur da draußen.
Er wirkt, wenn ein Erbe Geschwister zu Gegnern macht. Wenn ein Vater das Aufwachsen seiner Kinder verpasst und es „Karriere“ nennt. Wenn Anleger Rendite suchen, aber nicht fragen, wie sie entsteht. Wenn finanzieller Druck einen Unternehmer so erdrückt, dass er keinen Ausweg mehr sieht und sich das Leben nimmt. Wenn Produkte verkauft werden, die der eigenen Provision mehr als dem Kundenwohl dienen. Beispiele, die ich persönlich kenne.
Mammon ist nicht einfach Geld. Mammon ist die Kraft, die von Geld ausgeht, wenn es Macht über Herzen gewinnt. Wie Masse Anziehungskraft ausübt, zieht Geld an unseren Herzen. Je größer der Betrag und je näher er uns kommt, desto stärker prägt er Denken, Begehren und Entscheidungen.
Dabei kann sich Mammon oft geschickt tarnen bspw. als Verantwortung, Altersvorsorge, Wachstum, Sicherheit oder Karriere.
Ein Luther zugeschriebenes Wort sagt, ein Christ brauche drei Bekehrungen: die des Herzens, des Verstandes und des Geldbeutels. Wenn Deutschland im „World Giving Report 2025“ mit 0,39 % gespendetem Einkommen auf Platz 100 von 101 Ländern landet, stellt sich die Frage, wie weit die Bekehrung des Geldbeutels in Deutschland verbreitet ist.
Jesus sagt nicht: „Ihr könnt nicht Gott haben und Geld haben.“ Er sagt: „Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.“ Gott hat kein Problem mit Geld – denn er ist Überfluss. Er hat ein Problem mit Konkurrenz.
Und „dienen“ ist biblisch nie neutral. Gott sagt zu Pharao: „Lass mein Volk ziehen, damit sie mir dienen.“ Das hebräische avodah heißt arbeiten, dienen und anbeten. Israel soll nicht länger für Pharaos Reich arbeiten, seiner Agenda dienen und seine Macht anbeten, sondern Gottes Volk soll frei werden, um für ihn zu arbeiten, seinem Reich zu dienen und ihn alleine anzubeten. Das galt damals, wie auch heute noch.
Irgendwann muss jeder Jesusnachfolger diese Fragen beantworten: Für wen arbeite ich – wirklich? Welcher Agenda diene ich? Was bete ich durch meine (finanziellen) Entscheidungen faktisch an? Vielleicht ist gerade jetzt die Zeit dein persönliches Ägypten zu verlassen, weil du weißt Gott ruft dich in ein neues Kapitel. Eines in dem du Versorgung erlebst, in Verwalterschaft wächst und eine himmlische Vision umsetzen darfst.
Darum ist es Zeit, Geld zu enttabuisieren und ehrlicher über das zu sprechen, was uns alle beschäftigt.
Drei Impulse:
Radikale Transparenz
„Zeig mir deinen Kontoauszug, und ich sage dir, wem du dienst.“ Geh mit einer Vertrauensperson gegenseitig Einnahmen, Ausgaben, Vermögen und Verbindlichkeiten durch. Gebt ehrliches Feedback und setzt glaubensvolle Ziele.
Investieren wie Jesus
Weißt du, womit dein Geld gerade Geld verdient? Würde Jesus sich freuen, wenn sein Geld dort “arbeitet”? Prüfe deine Investments und besprich Anlageentscheidungen mit Jesus.
Übergib alles Gott
Gott gehört alles. Wir sind die Geschäftsführer, die er über unser Leben und die anvertrauten Ressourcen eingesetzt hat. Setze ein Übergabedokument auf, liste alle Vermögenswerte auf und übergib sie Gott – mit Unterschrift und Zeuge.
Let’s master Mammon.
P.S. Mehr dazu beim CKS Summit „Master Mammon“ am 30. und 31. Oktober in Frankenthal.

