Merz zitiert im Bundestag aus Brief von FTH-Rektor Holthaus

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat in der Haushaltsdebatte des Deutschen Bundestages aus einem Brief des Rektors der Freien Theologischen Hochschule Gießen (FTH), Professor Stephan Holthaus, zitiert. Was ihn daran bewegt und motiviert

Foto: Unsplash/Tim Hüfner

Mit freundlicher Unterstützung durch die Evangelische Nachrichtenagentur

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Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat in der Haushaltsdebatte des Deutschen Bundestages aus einem Brief des Rektors der Freien Theologischen Hochschule Gießen (FTH), Professor Stephan Holthaus, zitiert. Er liegt der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA vor. Das Schreiben habe ihn „bewegt“ und „motiviert“, sagte Merz am 9. September vor den Abgeordneten. Namentlich nannte der Kanzler den Absender allerdings nicht, sondern verwies lediglich auf dessen Funktion als Rektor der Theologischen Hochschule in Gießen.

Wie der Kanzler ausführte, habe Holthaus ihm vor wenigen Tagen einen „sehr nachdenklichen, auch sehr eindringlichen“ Brief geschickt, der „voller Sorge um den Zustand unseres Landes“ sei. Zugleich benenne der Theologe die Stärken Deutschlands: „Es gibt noch Erfindungen made in Germany, Vorzeigeunternehmen, Menschen, die sich um den sozialen Zusammenhalt mühen, Vereinsaktivitäten, Nachbarschaftshilfe, Kinderarchen, Tafeln.“ Bei allen Problemen habe Deutschland „noch so viele Chancen und Möglichkeiten“.

„Fehler machen, vergeben, wieder aufstehen“

Besonders hob Merz einen Satz des Briefes hervor. Holthaus schreibe: „Nur wenn wir zusammenhalten, gemeinsam Dinge anpacken, auch gemeinsam Fehler machen und sie zugeben – Sie bitte auch – aber vergeben, wieder aufstehen, nur dann haben wir Zukunft.“ Von solchen Sätzen lasse er sich bewegen und motivieren, so der Kanzler.

Merz übertrug die Worte des Theologen auf die politische Arbeit: Es sei die Aufgabe der Politik, „aufzustehen, Fehler zu vergeben und Zukunft für Deutschland zu gestalten“. Man werde die Zukunft des Landes in die Hand nehmen und „besser machen als in den letzten Monaten“. Ziel sei es, dafür zu sorgen, dass Kinder und Enkelkinder „wieder eine Zukunftshoffnung“ und eine Perspektive hätten. Das Aufstiegs- und Wohlstandsversprechen Deutschlands solle nicht nur in der Rückschau auf 80 Jahre gelten, sondern auch „für die nächsten Jahre und Jahrzehnte“ mit Blick nach vorn.

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